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Farblaser: Erfahrungsbericht Xerox Phaser 6125
     

Mittlerweile bezahlbar geworden, bieten sich Farblaserdrucker inzwischen auch im Privatgebrauch als Alternative zur Tintenstrahltechnik an. Frustriert von den Tintenspritzern habe ich mir den Phaser 6125 zugelegt; da die Entscheidung aufgrund wenig existierender Testberichte ziemlich schwierig war, hoffe ich mit diesem kurzen Erfahrungsbericht Anderen bei ihrer Entscheidung zu helfen oder aber nur allgemeines technisches Interesse zu stillen.

Xerox Phaser 6125

Vorweg die Pro/Contra-Diskussion, die bei der Wahl eines Farblasers gegenüber gängigen Tintenstrahlern natürlich omnipräsent ist. Von ganz großer Wichtigkeit ist das geplante Anwendungsgebiet und die Nutzungsintensität des Druckers.

 

Update Update: Treiber für Linux

 

Pros

Argumente für einen Laserdrucker im Allgemeinen sind natürlich die Textqualität, Reichweite und vorallem natürlich Geschwindigkeit. Generell drucken Laserdrucker zu einem günstigeren Seitenpreis im Vergleich zu Tintenstrahldruckern; dieses Argument ist im Spezialfall Farblaser jedoch mit Vorsicht zu genießen — mehr dazu unten.

Als besonderes — und mein Haupt- — Argument kommt die Preis-/Leistung, eng verbunden mit der Zuverlässigkeit hinzu. Die Problematik bei Tintenstrahldruckern dürfte jedem hinreichend bekannt sein: die Patronen trocknen ständig ein. Zu Zeiten, in denen ich noch mehr gedruckt hatte, konnte ich dieses Problem zwar nicht nachvollziehen. Mittlerweile passierte das jedoch ständig.

Eingetrocknete Patronen bedeuteten damals beim HP 690C (mein erster Drucker) manuelles Waschen und wenn sie partout nicht mehr funktionieren wollten, Wegschmeissen (inkl. noch enthaltener Tinte) und Neukauf. Beim Epson Stylus Color C84 (mein voriger Drucker) bedeuteten die berüchtigten Streifen im Ausdruck erst aufwändige und tintenintensive Reinigungsdurchgänge durchzuführen und schließlich — nachdem dies auch nicht mehr half — den kompletten Drucker einmotten. Dies alles kostet nicht nur Geld, sondern auch immens Zeit und macht einfach keinen Spass. Aus dieser Grundstimmung ist die Idee für einen Farblaser geboren.

 

Cons

Nach den "perfekte Farblaser-Welt"-Träumereien sowie den Tintenspritzer-Verteufeleien kommen wir nun zu den Argumenten gegen Laserdrucker im Allgemeinen und Farblaser im Besonderen.

Für Foto-Enthusiasten fallen Farblaser schon recht früh durchs dpi-Raster, da Diese im bezahlbaren Bereich meistens nur max. 600 dpi produzieren können. Wer jedoch keine zu enthusiastischen Ansprüche hat und Fotos nur als Fotos und nicht als Pixel-Statussymbol betrachtet, sollte sich die Fotoausdrucke unten ansehen — für den Privat-/Normalgebrauch m. E. mehr als ausreichend. Werden mehrere Fotos ausgedruckt benötigt, sollte aufgrund der Kosten sowieso ein Online-Dienst in Anspruch genommen werden; dies zählt für Farblaser gleichermaßen wie für Tintenstrahldrucker, denn bei Letzteren sind die Druckkosten im Fotobereich sowieso absurd.

Allgemeinere Gegenargumente sind da vorallem der benötigte Platz, da ein Laserdrucker konstruktionsbedingt natürlich etwas größer ausfällt als ein gewöhnlicher Tintenstrahldrucker. Auch die Aufwärmzeit sollte als Kriterium berücksichtigt werden; da die aktuellen Modelle zwar schon sehr optimiert sind und somit nur noch sehr wenig Zeit bis zur Ausgabe des ersten Druckexemplars benötigen, ist die Differenz zu den Tintenstrahldruckern jedoch nicht mehr sehr groß. Mehr dazu unten.

Der letzte Nachteil der Laserdrucker ist wohl der Anschaffungspreis. Da sich im Umfeld der Tintenstrahldrucker die Geschäftspolitik eingebürgert hat, das Gerät an sich zu einem Spottpreis zu verscherbeln und den Hauptteil des Gewinns mit den Verbrauchsmaterialien zu erwirtschaften, sind die Anschaffungskosten eines Tintenstrahldruckers natürlich nicht zu schlagen. Genau hier greifen dann auch die bekannten Argumentationen, dass Wenigdrucker nur selten Verbrauchsmaterial anschaffen müssen und somit in Summe am wenigsten ausgeben. Dies war bisher auch meine Philosophie. Oben schon angedeutet, möchte ich jedoch nochmals zu bedenken geben, dass auch die Zeit und der Ärger bei Wartung der gerade bei Wenigdruckern sehr anfälligen Tintengeräte mit berücksichtigt werden sollte.

Farblaser versuchen nun genau in diese Bresche zu springen, indem mit einer ähnlichen Strategie mit niedrigen Anschaffungskosten der Geräte, dafür aber höheren Preisen für den Nachrüst-Toner die Anfangshürde ausbalanciert wird. Ohne den Nachteil der Wartungsintensität.

 


Farblaserdrucker Xerox Phaser 6125

Die Auswahl

Wie in der Einleitung schon angedeutet zählen für den Marktbereich Farblaserdrucker einige, jedoch nicht alle bekannten Eigenschaften und Argumente wie für konventionelle Laserdrucker. Dies ist jedoch nicht die einzige Abgrenzung; auch innerhalb des Segments Farblaserdrucker sind die Produkte unterschiedlich designed um unterschiedlichen Zielgruppen zu entsprechen. An dieser Stelle kommt wieder das geplante Anwendungsgebiet ins Spiel.

Folgende Kriterien wurden zur Auswahl dieses Gerätes angesetzt:

  • Farblaser
  • Qualitativ nutzbarer Fotodruck
  • Geringe Einschalt-/Initialisierungszeit bis zur ersten Druckausgabe
  • Gerätemaße möglichst kompakt 
  • Niedrige Emissionen
  • Kein hohes Druckvolumen notwendig 
  • Bezahlbare Anschaffung
  • Bezahlbare Verbrauchsmaterialien 

Natürlich konnten nicht alle Anforderungen ideal erfüllt werden. Die größten Abstriche mussten für den Phaser 6125 bei den Punkten Gerätemaße und Emissionen gemacht werden. Dies muss jedoch im richtigen Verhältnis gesehen werden: im Vergleich zu Tintenstrahldruckern ist der Phaser 6125 mit 400 (B) x 445 (T) x 389 (H) mm ein riesiger Klotz, im Vergleich zu Alternativgeräten im Farblaserbereich macht der Phaser 6125 jedoch eine gute Figur. Das gleiche gilt für die Emissionen: Tintenstrahldrucker kennen natürlich weder Ozonbildung noch Feinstaub, andere Farblaser jedoch schon. Hier muss der Einsatzzweck und -ort berücksichtigt werden — entweder steht der Drucker an einem gut belüfteten Ort, oder die Emissionsbildung ist aufgrund des geringen Druckvolumens irrelevant.

Aufgrund dieser Auswahlkriterien fallen klassische Business- oder ähnliche High Performance-Geräte zurück und die speziell designten Einsteiger-Farblaser drängen sich nach vorne. Sie zeichnen sich durch die schon angesprochene Strategie der niedrigeren Anschaffungskosten, gepaart mit höheren Kosten für Verbrauchsmaterialien aus.

Im Vergleich zu anderen Farblaserdruckern in dieser Produktgruppe hat der Xerox Phaser 6125 bei Druckertests durch Bestwerte im Bereich Grafik- und Foto-Druck überzeugt. Die Qualität des Textdrucks wurde bei allen Geräten als exzellent bewertet - die Farblaser stehen den konventionellen Laserdruckern also in deren Domäne in nichts nach. Bei allen anderen relevanten Disziplinen (Einschaltzeit, Geschwindigkeit, Maße, Druckkosten, Anschaffungskosten) war der Phaser immer vorne mit dabei und leistete sich keinen Ausrutscher.

 Testgrafik von druckerchannel.de

Anmerkung:
Die Scans der Testdrucke des Phaser 6125 in der Bildergallerie werden zur Anzeige stark verkleinert, um auf den Bildschirm zu passen. Für Detailbetrachtung in Originalzoom oder tieferem Zoom, mit Rechtsklick auf der Festplatte abspeichern und mit einem Bildbetrachtungsprogramm öffnen. 

 

Die Inbetriebnahme

Erwartungsgemäß wurde ein großer Karton geliefert, der bzgl. der Ausmaße an die Verpackung früherer Röhrenmonitore erinnerte. Jeder Schritt beim Auspacken, Aufstellen, Installieren der Toner etc. war entweder sehr gut beschriftet oder eindeutig, sodass es keinerlei Probleme bei Inbetriebnahme des Xerox Phaser 6125 gab. Anfangs schien er sogar noch wesentlich kompakter als spezifiziert — die Installation des Papierfachs rückte dies jedoch ins rechte Licht: es ragt nach korrekter Installation hinten knapp 8 cm aus dem Gerät heraus, schützt jedoch damit das Stromanschlusskabel und sichert genügend Platz hinter dem Drucker für Luftzirkulation.

Xerox Phaser 6125 hinterer Abstand

Nach dem Aufstellen des Geräts konnte ohne Probleme sofort der erste Testdruck ausgeführt werden, indem die Druckerspezifikationen ausgedruckt wurden. Dies kann direkt am Gerät über die Navigationstasten initiiert werden: über das kleine Monochromdisplay wird eine Menü-Struktur visualisiert, durch die mit den Richtungstasten navigiert werden kann. Die Bedienung dieses Menüs braucht keine Anleitung, obwohl das Beschreibungblatt der ersten Schritte z. B. beim Auffinden der Menüposition des Spezifikationsausdrucks hilft.

Der Testdruck der Spezifikationen hatte nun nicht nur gezeigt dass der Drucker druckt. Er zeigte mir zudem noch den nächsten auszuführenden Schritt auf, da die IP-Adresse "genullt" war. Schicht 0 bzw. 8-Fehler — wo war mein Kopf? — Netzwerkkabel angeschlossen, schwupps, fertig, nächster Schritt, der Treiber.

Die Installation der Druckertreiber kann auf zwei Wegen durchgeführt werden: manuelle Installation der neusten Treiber von der Webseite oder Installation mithilfe des Assistenten von der mitgelieferten CD. Beide Varianten funktionieren problemlos. Die Installation mit Hilfe des Assistenten von der CD ist sogar Freundin-kompatibel! Den O-Ton "Das war ja jetzt einfach" möchte ich natürlich niemandem vorenthalten.

 

Der Druck

Die Druckqualität bei Text- und Grafikdokumenten entsprach den Erwartungen; schon hierbei fiel die enorm höhere Geschwindigkeit im Vergleich zum vorher bei gleichen Dokumenten im Einsatz gewesenen Epson Stylus Color C84 auf. Die Bedienung des Druckertreibers war, obgleich weitaus komplexerer Einstellungsmöglichkeiten, durch Profile einfach und schnell.

Der Fotodruck entsprach jedoch nicht den Erwartungen; er übertraf sie derart, dass nach dem ersten Fotoausdruck Zweifel an den spezifizierten 600 dpi aufkamen! Beim genauen Untersuchen waren die Bildpunkte jedoch dann zu erkennen — in normalem Betrachtungsabstand erscheint das Bild jedoch perfekt. Vergleicht man nun noch die Druckgeschwindigkeit dieses DIN A4-Fotos (nicht relevant langsamer zum Textdruck!) mit der Zuckel-Orgie die ein Tintenstrahldrucker zur Erstellung Ähnlichem an den Tag gelegt hätte, bleibt kein Zweifel mehr bestehen dass der Farblaser die richtige Wahl war.

Fotofähigkeiten Xerox Phaser 6125 Fotofähigkeiten Xerox Phaser 6125

 

Alle Testdrucke sind in der Bildergallerie einsehbar/herunterladbar: Bildergallery Xerox Phaser 6125

Die Drucke wurden mit 1200dpi gescanned, können hier jedoch wegen der jeweiligen Bildgröße nur in verkleinertem Format bereitgestellt werden. Der Download des kompletten DIN A4-Scans der druckerchannel.de-Testseite in Originalgröße ist in Vorbereitung.

 

Fazit

Schon leicht vorweg genommen, fällt das Fazit für den Xerox Phaser 6125 — und Farblaserdrucker im Allgemeinen — durchweg positiv aus. Die Alltagstauglichkeit im Langzeittest steht zwar noch aus (wird hier periodisch mit Updates nachgereicht), die bisher getesteten Fähigkeiten des Phaser 6125 konnten jedoch 100%ig überzeugen.

Nicht nur das Schrift-/Erscheinungsbild konventioneller Text-/Grafik-Ausdrucke haben profesionellen Standard, auch der Fotodruck konnte begeistern. Dies gepaart mit bisher Null-Wartung und lasertypisch extrem schneller Druckgeschwindigkeit lassen den Tintenstrahler sehr alt aussehen. Das große Bangen der zu hohen Einschaltzeit war unberechtigt, da der Ausdruck ausreichend schnell im Ausgabefach liegt.

 


Update: Treiber für Linux 

Umstieg auf Ubuntu 9.10 Karmic Koala (Update: funktioniert mit Ubuntu 12.04 ebenfalls) 

Nach meinem Umstieg von Windows XP auf Ubuntu Karmic musste ich feststellen, dass der Xerox Phaser 6125 zu den ~5% Farblaserdruckern gehört, die nicht nativ von Linux unterstützt werden. Nach etwas Recherche stellte sich heraus, dass der Drucker von Xerox als Windowsdrucker designed wurde und daher auch in Zukunft keine weitere Unterstützung für andere Betriebssysteme von Seiten des Herstellers zu erwarten ist.

 

Treiber für 32 Bit Linux  

Den Tipps auf openprinting.org folgend konnte wohl für 32 Bit Linux-Systeme der Treiber des FujiXerox Docuprint 525A auch für den Phaser 6125 genutzt werden. Eine 64 Bit-Version dieses Treibers konnte ich jedoch nirgends finden.

 

Manuelle Extrahierung auf 32 Bit Virtual Machine 

Einen Versuch war es wert: schnell ein virtuelles 32 Bit Debian Lenny aufgesetzt, RPM des FujiXerox Docuprint 525A per Alien konvertiert in DEB und dieses wiederum manuell extrahiert. Heraus kamen einige Dateien in den zwei Verzeichnisstämmen /usr/lib und /usr/share.

 

Manuelle Installation auf 64 Bit Ubuntu 

Die im vorigen Schritt extrahierten Dateien ins 64 Bit Ubuntu kopiert und den Drucker über System => Systemverwaltung => Drucken => Neu installiert, fertig, funktioniert. Das Druckbild ist perfekt wie zuvor!

Hinweis: nicht den von Ubuntu vorgeschlagenen Hersteller/Drucker wählen (weil das ist nicht dieser Treiber), sondern Hersteller "FX" auswählen und dann dort den einzigen Drucker aus der Liste auswählen.

 

Download der extrahierten Treiberdateien

Damit nicht jeder 64 Bit Linux-Nutzer dieselbe VM-Prozedur, inkl. Konvertierung des RPM-Images machen muss, hier die extrahierten Treiberdateien für den Xerox Phaser 6125 zum Download: Download Xerox_Phaser_6125_Driver_Linux.zip

Wichtig: Die Binaries in /usr/lib/cups/filter/FXM_* müssen den Besitzer und die Gruppe root haben! Ansonsten gibt es eine Fehlermeldung bei Installation des Druckers (irgendwas mit "unsichere Quelle" o. Ä.)

Zuletzt bearbeitet von Profil von Nicolas Krzywinski ansehen Nicolas Krzywinski, am 13.08.2012
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